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"Eine außerordentliche Pianistin, deren tiefe Ernsthaftigkeit
sie vor Veräußerlichungen sicher bewahrt,
zu denen ihre virtuosen Möglichkeiten wohl Anlaß geben konnten!"

(Peter Gülke über Dina Ugorskaja)

Dina Ugorskaja, 1973 in St. Petersburg in einer Musikerfamilie geboren (Mutter – Musikwissenschaftlerin Maja Elik, Vater – Pianist Anatol Ugorski), ging auf die Spezialmusikschule am Leningrader Konservatorium, wo sie neben dem Klavierunterricht bei Maria Mekler und Anatol Ugorski auch Kompositionsunterricht hatte. Ihr mit 15 Jahren komponiertes Streichquartett wurde im Leningrader Philharmonie uraufgeführt.

Im Jahre 1990 verließ die Familie die damalige Sowjetunion und ging nach Deutschland. Mit 16 Jahren wurde Dina Ugorskaja an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin aufgenommen, später studierte sie an der Musikhochschule in Detmold bei Frau Prof. Nerine Barrett, der einstigen Schülerin des Rudolf Serkins. Weitere wichtige musikalische Impulse erhielt Dina Ugorskaja durch Edith Picht-Axenfeld und Andras Schiff. Nach dem mit Auszeichnung bestandenen Konzertexamen unterrichtete Dina Ugorskaja zwischen 2002-2007 an der Detmolder Hochschule.

Zum 100. Geburtstag von D.D.Schostakowitsch hat Dina Ugorskaja im Jahre 2006 die künslerische Leitung vom Festival DSCH_100 in Detmold übernommen, bei dem Künstler wie Natalia Gutmann, Elisso Wirssaladze, Markus Hinterhäuser, Auryn-Quartett, Diemut Poppen, Wassilij Lobanov, do.gma Chamberorchester und Anatol Ugorski mitgewirkt haben.

Seit 2007 lebt die Pianistin in München.

Neben der Teilnahme an den verschiedenen Festivals wie an den Schwetzinger Festspielen, den Sommerlichen Tagen Hitzaker, dem Festival de Musique Dijon, der Schubertiade Feldkirch und bei den Kasseler Musiktagen trat sie in in Bayreuth, Leipzig (Gewandhaus), Bielefeld (Oetkerhalle), Stuttgart (Liederhalle) und Kölner Philharmonie sowie beim Radio France Musique in Paris und musizierte u.a. mit dem Orchester des Mitteldeutschen Rundfunks, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, der Nordwestdeutschen Philharmonie, dem Lemberg Philharmonia Orchester (Ukraine) und St. Petersburg State Symphony Orchestra (Russland) unter Dirigenten wie Ravil Martynov, Wladimir Jurowski, Vladislav Czarnecki, Norichika Limori und Peter Gülke.

Fünf CD-Produktionen dokumentieren das Schaffen der Pianistin. Die Einspielungen umfassen Werke von Bach über Beethoven und Chopin bis hin zu Schostakowitsch, darunter auch eine gemeinsame Aufnahme mit Anatol Ugorski – mit den Doppelkonzerten von Bach und Mozart. Die zuletzt (November 2010) erschienene Aufnahme mit vorwiegend späten Werken Robert Schumanns ist für den Prize "International Classical Music Awards 2011" (MIDEM) nominiert worden.

Ingo Harden in FonoForum über diese Einspielung: „Vor allem aber überzeugen die Interpretationen von Dina Ugorskaja durch die Unabhängigkeit und Originalität, mit der sie Schumanns Klangwelt lebendig werden lässt. [...] Mit viel nachschöpferischer Fantasie ist es ihr auf diese Weise gelungen, Schumanns Musik aus der gewohnten konzertanten Routine herauszuhalten und ihr eine romantisch-hintergründige Dimension mitzugeben: rhythmisch "atmend", aber ohne sich die geringsten Freiheiten gegenüber dem Notentext zu erlauben."

Über die zuvor erschienene Händel-CD sprach die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Januar 2010 „von einer zweifachen Entdeckung“ – „einer Neues erschließenden Spielweise, einer großen Pianistin“. Auch das Magazin Piano News bescheinigte der Pianistin eine hohe Kompetenz von technischer und geistiger Durchdringung ihres Spiels und ihrer Interpretation.

Im November 2011 nimmt Dina Ugorskaja eine weitere CD auf – erneute Koproduktion des Bayerischen Rundfunks und des Labels CAvi-Music (ebenso wie die zwei letzten CD´s mit Werken von Händel und Schumann) – mit den Klaviersonaten op. 106 („Hammerklaviersonate“) und op.111 von Ludwig van Beethoven. In dieser Saison stehen auch seine drei letzten Sonaten auf den Konzertprogrammen.

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